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06.06.2019, 11:36 Uhr | Heinz Janßen
"Ist die Versorgung der Pflegebedürftigen durch die ambulanten Pflegedienste im Landkreis gesichert?"
Öffentliche Veranstaltung am 13. Juni in Lastrup
Ist die Versorgung der Pflegebedürftigen durch die ambulanten Pflegedienste im Landkreis gesichert?". Das ist die Frage, die der CDU-Kreisverband Cloppenburg am Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.00 Uhr, mit Fachleuten aus dem Pflegebereich in der Begegnungsstätte beim St. Elisabeth-Stift in Lastrup, St. Elisabethstraße 10, stellt.
In seiner Veranstaltungsreihe "Reden wir drüber" will die Kreis-CDU informieren und mit allen Interessierten und Betroffenen diskutieren und dann auch die Erfahrungen und Gedanken der Teilnehmer der Veranstaltung hören und besprechen.
Als sach- und fachkundige Teilnehmer, die eine Art Bestandsaufnahme und Darstellung des Ist-Zustands und der zu erwartenden weiteren Entwicklung aufzeigen werden, konnte der CDU-Kreisverband Frau Brigitte Kaiser, Geschäftsführerin Gesundheitsmanagement ambulant in der AOK Niedersachsen, Herrn Manfred Bockhorst, Referent für Altenpflege beim Caritas-Landesverband für Oldenburg e. V., und als Verteter der vor Ort in der ambulanten Pflege arbeitenden Dienste den Geschäftsführer der Sozialstation Essen - Lastrup - Molbergen, Herrn Guido Suing, gewinnen.

Lastrup - Der im vergangenen Jahr immer mehr eskalierte heftige Streit zwischen den Kranken- bzw. Pflegekassen und einigen großen und bundesweit tätigen Pflegedienstleistern, wie Diakonie (Evangelische Kirche) und AWO (Arbeiter-Wohlfahrt), die sogar letztlich mit einer Aufgabe ihrer Tätigkeiten und bundesweit sehr bedeutenden Arbeit im Bereich der ambulanten Altenpflege gedroht hatten, ist kürzlich zunächst einmal beigelegt worden. Der gefundene Kompromiss und das Entgegenkommen der Pflegekassen ändere aber, so die CDU im Kreis CLoppenburg, nichts daran, dass dauerhafte und langfristig funktionierende Grundlagen für alle Beteiligten und vor allem auch für alle betroffenen (alten) pflegebedürftigen Menschen, gefunden werden müssten.
Insgesamt sind in in Niedersachsen etwa 1.300 Pflegedienste tätig, darunter auch rund 200 Dienste der Diakonie und der AWO.
Grob zusammengefasst ging es unter anderem auch um die Wegezeiten der Pflegedienste im dünner besiedelten ländlichen Raum, die meistens viel länger sind, als in Ballungsräumen und nicht ausreichend refinanziert werden.
Im Zusammenhang mit dieser längeren und massiv ausgetragenen Auseinandersetzung war es auch zu unzähligen Medienberichten gekommen, die in der Bevölkerung und insbesondere bei den auf Pflege angewiesenen Menschen und deren Familien, große Ängste ausgelöst hatten, bis hin zu der Befürchtung, die Pflege sei in einigen Regionen schon zusammengebrochen oder kurz davor.
 
Der CDU-Kreisverband will dieses Thema, unabhängig von der Vertretung eigener Interessen oder Nöte,  wie bei den Pflegekassen oder den Pflegediensten auf der einen und den betroffenen Menschen auf der anderen Seite, beleuchten und besprechen und mit dazu beitragen, dass die weiteren Diskussionen und Beratungen auf einer sachlichen Grundlage, verantwortungsvoll und in die Zukunft gerichtet, erfolgen können und dann auch tatsächlich und unverzüglich daran gearbeitet wird, die vielen offenen Fragen zu lösen und diese wichtige Aufgabe menschlich und zuverlässig dauerhaft sicherzustellen.
Gerade bei der stetig steigenden Zahl von alten Menschen in Deutschland ist klar, dass damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen wird.
"Dieser Aufgabe darf sich ein Volk insgesamt nicht verschließen und die verantwortliche Politik ist hier in einer besonderen Pflicht, denn gerade auch im Umgang mit den Kranken und den Alten zeigt sich das wahre Gesicht eines Volkes, dessen Kultur und auch, ob die Politik in Ordnung ist oder nicht", so die Meinung der hiesigen CDU.
 
Die Partei hat sich in der Reihe "Reden wir drüber" auch schon mit anderen Themen aus dem Gesundheitsbereich befasst und wird die Reihe fortsetzen. Allerdings ist man sich auch im Klaren darüber, dass solche Veranstaltungen für sich allein nicht viel bringen, sondern eine stetige und langfristig gesicherte Arbeit notwendig ist, um verantwortungsvoll die Grundlagen für eine dauerhafte und diesen Notwendigkeiten angemessene  Vorsorge und Sorge zu garantieren.
Das Thema müsse deshalb auch aus der leider immer mehr um sich greifenden Unart, die Generationen gegeneinander aufzubringen, herausgehalten werden. Wer hier oder in anderen Fragen der Demographie "jung gegen alt hetzt", der sollte sich schämen, ist am sich einig und auch darin, dass die Gesellschaft insgesamt in der Pflicht ist und nicht im Zweifelsfall mehr oder weniger nur die eigenen Kinder und die Familien. Alten- und Krankenpflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich ein Volk nicht entziehen darf, zumal die Familien ihren Beitrag ja geleistet haben, denn ohne Familien auf Dauer kein Volk.