Kreistagsfraktion

Pressemitteilung zum Krankenhaus Cloppenburg

Pressemitteilung der CDU-Kreistagsfraktion vom 31.10.2009 zur Situation des Krankenhauses Cloppenburg

Eine leistungsfähige und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung für den Landkreis Cloppenburg mit fachlich und menschlich hochwertiger med. und pflegerischer Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des LK Cloppenburg steht für die Kreistagsfraktion im Focus der Diskussion um die Situation des Cloppenburger Krankenhauses.

Diese gelte es zu sichern und auszuweiten, erklärte Fraktionsvorsitzender Hermann Schröer nach einem fast dreistündigen Gespräch mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Themann und mit Verwaltungsleiter Michael große Hackmann mit der Kreistagsfraktion.

Es war eine konstruktiv kritische Gesprächs- und Diskussionsrunde.

Die sehr offen dargestellte wirtschaftliche Situation des St.-Josefs-Hospitals belegt, dass sich das Krankenhaus zurzeit in einer sehr schwierigen auch finanziell prekären Situation befindet.

Herr Themann und Herr gr. Hackmann haben in ihrer Präsentation operative sowie strategische Ziele aufgezeigt und kurz-, mittel- und langfristige Strukturmaßnamen vorgestellt, die den notwendigen Sanierungskurs belegen und zur Verbesserung der Situation beitragen können.

Dabei war die Kernaussage, dass es nicht um Leistungsabbau sondern vielmehr um Bestandserhaltung und um Leistungsaufbau geht.

Dies wurde an Beispielen, wie der Umstrukturierung der med. Abteilungen, der Onkologie, Geriatrie, Gastrologie und des Gefäßzentrums anschaulich dargestellt.

Die offensichtlich zurzeit vorhandenen Sorgen der MA und der Öffentlichkeit können wir durchaus nachvollziehen.

Gesundheitsvorsorge ist ein wichtiger Baustein in der öffentlichen Daseinsvorsorge und kann nicht gegen die Interessen der Beteiligten in der Einrichtung, der niedergelassenen Ärzte, aber auch nicht gegen die Bevölkerung, das hat die beeindruckende Demo für das Krankenhaus gezeigt, betrieben werden.

Von den Teilnehmern wurde daher mehr Transparenz bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes gefordert. Dies wurde von den Verantwortlichen zugesagt.

Die Fraktion war sich auch darüber einig, dass es nicht nur aufgrund der stark steigenden Kostenbelastung im Gesundheitswesen, sondern auch und vor allem wegen der notwendigen fachlichen Spezialisierung nicht ohne Kooperationen / Zusammenarbeit im Gesundheitswesen - bei größtmöglicher Eigenständigkeit der einzelnen Häuser - gehen wird.

Deutlich herausgestellt und gefordert wurde, dass, wenn es zu Verhandlungen über eine, wie auch immer geartete Zusammenarbeit der Krankenhäuser in Clp und Vec kommen sollte der jetzige Kuratoriumsvorsitzende Herr Themann in dieser Funktion nicht mehr tätig sein kann, nach eigenen Aussagen und nach Aussage des Kuratoriums auch nicht sein wird.