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26.06.2017, 09:37 Uhr | Münsterländische Tageszeitung, Julius Höffmann
Talk-Runde als frisches Format
CDU will gestaltende Kraft im Kreis bleiben
Die Kombination eines straffen Verfahrens und einer lockeren Gesprächsrunde funktionierte: Zu den drei örtlichen Kandidaten gesellte sich auch Dr. Bernd Althusmann.
Von links: Bundestagskandidatin Silvia Breher, Moderator Uwe Haring, Landtagskandidaten Karl-Heinz Bley MdL und Christoph Eilers
Lindern - Eine lockere Talkrunde der drei eigenen Kandidaten für die kommenden Bundestagsund Landtagswahlen durchbrach das klassische Prozedere des Cloppenburger CDU-Kreisparteitags in Lindern. Moderiert von ecopark-Geschäftsführer Uwe Haring stellten sich Silvia Breher (Bundestag), Karl-Heinz Bley und Christoph Eilers (beide Landtag) den Fragen zu den Inhalten ihrer aktuellen und künftigen Politik.

Die Kandidatin warb für eine neue Form eines Ministeriums, das den ländlichen Raum intensiver in den Focus nehme und mehr stütze. Silvia Breher bezog Stellung zu gastronomischen Problemfeldern genauso wie zur geplanten Stromtrasse: „Ich kann sie leider nicht wegzaubern; aber der Schutz von Mensch und Natur hat absoluten Vorrang.“ Wirtschaftliche Argumente dürften deswegen beim möglichen Einsatz moderner Technologien auch keine Rolle spielen.

Der langjährige Abgeordnete Karl-Heinz Bley ging direkt in den politischen Angriffsmodus und kritisierte die rot-grüne Landesregierung, die in den Bereichen Bildung und Sicherheit das falsche Signal setzte. Für den Ausbau der E 233 forderte er eine schnelle Umsetzung, denn wo Infrastruktur geschaffen werde, entwickle sich die Region. Aus seiner Sicht könne im Jahr 2025 der erste Spatenstich erfolgen. Zum Thema der inneren Sicherheit wolle er im Falle eines Wahlsieges für mehr Polizeipräsenz kämpfen und sich zum Beispiel für eine „Rund um die Uhr-Besetzung“ der Dienststelle in Barßel einsetzen.

Neu im politischen Geschäft auf Landesebene, machte sich Christoph Eilers für bessere Bildung und für den Erhalt kleiner Schulen stark. Genauso wie sein Spitzenkandidat will er auch die Förderschulen behalten.

Zuvor hatte Kreisvorsitzender Franz-Josef Holzenkamp von der CDU als die gestaltende Kraft im Landkreis Cloppenburg gesprochen. In seinem Jahresbericht erinnerte er an die „transparenten und vorbildlichen Verfahren“ zur Kandidatenkür mit den verschiedenen Ur-Wahlen. Mit Silvia Breher habe man eine „hervorragende Kandidatin“ gefunden, ebenso mit den beiden Landtags-Kandidaten.

„Wenn man von Sicherheit spricht, dann heißt das für mich auch Sicherheit meines Arbeitsplatzes oder eines Kita-Platzes“, betonte Holzenkamp. Darum müsse sich die CDU kümmern. Bildung sei darüber hinaus der „einzige Rohstoff, den wir in Niedersachsen haben.“ Das Land verdiene nach den Wahlen einen Neuanfang. Er bemängelte die „unterversorgte Unterichtsversorgung“, die es nie zuvor gegeben habe und mahnte davor, den ländlichen Raum zu vernachlässigen.

Diesen Aspekt griff der CDU-Spitzenkandidat Dr. Bernd Althusmann auf. „Die starken Regionen Niedersachsens zu vernachlässigen ist ein strategischer Fehler.“ Sollte er Ministerpräsident werden, werde der gesamte nordwestliche Raum gleichermaßen gerecht behandelt. Die rot-grüne Regierung richte ihr Engagement offenbar eher in den südlichen Teil Niedersachsens aus.

Im Laufe der Sitzung wurden Regularien abgearbeitet. Stefan Schute als Chef des Parteitagspräsidiums führte durchs Programm; das auch die Wahl von zahlreichen Delegierten für die Parteitage Oldenburg und Niedersachsen beinhaltete.

Als „starkes Signal des Parteitages“ verabschiedeten die rund 100 Anwesenden auch eine Resolution, die sich gegen den Bau von Stromkonvertern im gesamten Landkreis Cloppenburg aussprach.

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